Das Geschäftsjahr 2025 in Zahlen
Alle Angaben zur Geschäftsentwicklung sind dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2025 entnommen. In diesem Report werden nur die wichtigsten Positionen zur Entwicklung der Volksbank Dresden-Bautzen eG dargestellt. Der vollständige Jahresabschluss, inklusive Lagebericht, wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Grundlagen
Geschäftszweck der Genossenschaftsbank als Kreditinstitut ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder und Kunden. Darin gründet auch die regionale Bindung an das Geschäftsgebiet. Das Kerngeschäftsgebiet der Bank umfasst neben der Landeshauptstadt Dresden die Landkreise Bautzen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Neben der Hauptstelle in Dresden, betreibt die Bank 22 Zweigstellen und 13 SB-Stellen.
Unser Geschäftsmodell fokussiert sich auf das Privat- und das Firmenkundengeschäft sowie als Ergänzung zum Kundengeschäft und zur Liquiditäts-, Ertrags- und Risikosteuerung auf das Eigengeschäft. Das Institut nutzt das Leistungsangebot innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe.
Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i. V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehört die Bank der BVR Institutssicherung (BVR-ISG-Sicherungssystem) an. Das BVR-ISG-Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt.
Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR-SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR-ISG-Sicherungssystem tätig.
Die Genossenschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.
Geschäftsentwicklung
Umfeld
Im Jahr 2025 konnte sich die deutsche Wirtschaft noch nicht aus der ausgeprägten Schwächephase der Vorjahre befreien. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat sich jedoch etwas gefestigt. So stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt nach ersten amtlichen Berechnungen leicht um 0,2 %, nachdem es in den Jahren 2023 und 2024 noch um 0,9 % beziehungsweise 0,5 % gesunken war. Auch das Preisgeschehen hat sich stabilisiert. Während sich die Verbraucherpreise 2023 noch um hohe 5,9 % verteuerten, erhöhten sie sich im Jahresdurchschnitt 2025 um 2,2 % und damit in gleichem Maße wie 2024.
Zwar hatte sich die wirtschaftliche Stimmung zu Jahresbeginn aufgehellt, befördert vor allem durch die erwarteten Ausgabensteigerungen der neu gewählten Bundesregierung für Verteidigung, Infrastruktur und Klimaschutz. Eine nachhaltige Konjunkturbelebung blieb jedoch erneut aus. Die Gemengelage aus hohen weltwirtschaftlichen Unsicherheiten — unter anderem verursacht durch die unberechenbare US-Handelspolitik — und anhaltenden inländischen Strukturproblemen — wie den Bürokratielasten und dem allgemeinen Verlust an internationaler Wettbewerbsfähigkeit — dämpfte die Konjunktur.
Das Investitionsklima blieb trübe. Angesichts der niedrigen Kapazitätsauslastung in der Industrie, der strukturellen Standortschwächen sowie der enormen geo- und wirtschaftspolitischen Unsicherheiten wurde erneut weniger in Ausrüstungen investiert. Der Rückgang der preisbereinigten Ausrüstungsinvestitionen (-1,9 %) fiel gleichwohl schwächer aus als im Vorjahr (-5,4 %). Die Bauinvestitionen verminderten sich ebenfalls weniger deutlich als zuvor (-0,6 % nach -3,4 %). Die Baukonjunktur zeigte sich dabei weiterhin gespalten. Während die preisbereinigten Investitionsausgaben im Wohnungsbau trotz gesunkener Finanzierungskosten und gestiegener Realeinkommen der Privathaushalte nochmals zurückgingen, gelang dem Wirtschaftsbau mit dem Ausbau von Stromtrassen und Glasfasernetzen bereits eine Trendwende nach oben. Die öffentlichen Bauinvestitionen legten erneut zu, befördert durch bereits länger geplante Infrastrukturmaßnahmen.
Alles in allem sanken die Bruttoanlageinvestitionen um 0,2 % und übten damit einen minimal negativen Wachstumsimpuls auf das Bruttoinlandsprodukt aus. Dem stand jedoch ein kräftiger Wachstumsimpuls vonseiten der Vorratsveränderungen (+0,7 Prozentpunkte) gegenüber, da viele Unternehmen im Zuge der unerwartet langanhaltenden Nachfrageschwäche offenbar mehr produzierten als absetzen konnten.
Nach den kräftigen Preissteigerungen in den Jahren 2021 bis 2023 hat sich die Preisentwicklung im Jahr 2025 weiter stabilisiert. Im Jahresdurchschnitt legte der Verbraucherpreisindex um 2,2 % zu und damit im gleichen Maße wie 2024. Innerhalb des Jahres schwankte die Inflationsrate leicht um diesen Wert. Auf Jahressicht blieben die Dienstleistungspreise mit einem Anstieg um 3,5 % der stärkste Treiber der Gesamtteuerung (2024: +3,8 %). Waren verteuerten sich demgegenüber um weniger deutliche 1,0 % (wie bereits 2024). Hier wirkten sich die Preisentwicklungen bei Nahrungsmitteln (+2,0 % nach +1,4 % im Vorjahr) und insbesondere bei Energie (-2,4 % nach -3,2 %) dämpfend auf die Gesamtrate aus.
Im Jahr 2025 hatte sich die wirtschaftliche Stimmung zu Jahresbeginn zwar aufgehellt, befördert vor allem durch die erwarteten Ausgabensteigerungen der neu gewählten Bundesregierung für Verteidigung, Infrastruktur und Klimaschutz. Eine nachhaltige Konjunkturbelebung blieb jedoch erneut aus. Die Gemengelage aus hohen weltwirtschaftlichen Unsicherheiten — unter anderem verursacht durch die unberechenbare US-Handelspolitik und die anhaltenden inländischen Strukturprobleme, wie den Bürokratielasten und dem allgemeinen Verlust an internationaler Wettbewerbsfähigkeit — dämpfte die Konjunktur.
Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen dieser Entwicklung hatten eine hohe Bedeutung für die Bank und wirkten in allen Geschäftsbereichen auf die Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr ein.
Bilanzsumme
Die Bilanzsumme der Volksbank Dresden-Bautzen stieg zum 31.12.2025 auf eine Höhe von 2,902 Mrd. EUR gegenüber 2,739 Mrd. EUR im Vorjahr. Ursächlich für den Anstieg waren die gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden.
Für die Zukunftsfähigkeit unseres Institutes ist die Entwicklung des betreuten Kundengeschäftsvolumens von Bedeutung, da wir darin einen wichtigen Indikator für die Generierung künftiger Erträge sehen. Das Kundengeschäftsvolumen wird bankintern ermittelt und beinhaltet das betreute bilanzielle sowie außerbilanzielle Kundenkredit- und Kundeneinlagenvolumen. Das Kundengeschäftsvolumen konnte im Jahr 2025 von 5,125 Mrd. EUR auf 5,408 Mrd. EUR gesteigert werden.
Kundenkredite
Auch im Berichtsjahr 2025 baute die Volksbank Dresden-Bautzen eG ihre Stellung als kompetenter Partner des regionalen Mittelstandes weiter aus. Trotz wirtschaftlicher und politischer Unsicherheiten war die Investitionsbereitschaft insbesondere in der ersten Jahreshälfte ausgeprägt.
Die Kundenforderungen (inklusive Schuldscheindarlehen) stiegen von 1,173 Mrd. EUR auf 1,266 Mrd. EUR. Das gewerbliche und das private Kundenkreditgeschäft stützten jeweils dieses Wachstum. Die außerhalb der Bankbilanz über genossenschaftliche Partner vergebenen Kundenkredite sanken im Volumen leicht von 0,305 Mrd. EUR auf 0,297 Mrd. EUR. Diese Entwicklung war beabsichtigt. Es wurden mehr Kredite als in den Vorjahren in der eigenen Bilanz abgebildet, um eine bessere Marge zu erzielen.
Kundeneinlagen
Die bilanziellen Kundeneinlagen stiegen im Jahr 2025 um rund 0,126 Mrd. EUR auf 2,493 Mrd. EUR. Insbesondere die Tagesgelder und die Termingelder verzeichneten einen Zuwachs des Volumens, welcher den Rückgang bei Spareinlagen mehr als kompensierte. Der neuerliche Zuwachs der Sichteinlagen ist sicherlich mit der wachsenden Unsicherheit bei Anlageentscheidungen zu begründen.
Wertpapiere
Die Themen Vermögenserhalt und Vermögensentwicklung sind seit vielen Jahren ein wesentlicher Schwerpunkt bei der Beratung unserer Kunden. Dies hat sich auch nach Ende der Niedrigzinsphase nicht verändert. Zwar erfreuen sich risikolose Zinsanlagen einer guten Nachfrage, gleichwohl weisen diese Anlageformen einen Realzins aus, der Nahe der Null-Linie liegt. Begleitet von unserer kompetenten Beratung investierten unsere Kunden deshalb auch im Jahr 2025 in Wertpapiere und Fonds. Diese außerhalb der Bankbilanz befindliche Position stieg im Berichtsjahr von 0,936 Mrd. EUR auf 0,993 Mrd. EUR.
Zinsüberschuss und Provisionsüberschuss
Den Zinserträgen in Höhe von rund 60.061 TEUR standen Zinsaufwendungen von 16.642 TEUR gegenüber. Der Zinsüberschuss betrug im Berichtsjahr gut 43.418 TEUR und hatte damit einen maßgeblichen Einfluss auf die gute Ertragssituation.
Weitere Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen in Höhe von 16.078 TEUR führten zu einer zusätzlichen Steigerung.
Die Provisionserträge stiegen leicht auf 24.250 TEUR. Die Provisionsaufwendungen lagen bei 4.052 TEUR. Die stabilen Erträge aus dem Zahlungsverkehr und der Kontoführung bildeten dabei den Schwerpunkt im Provisionsertrag. Der Provisionsüberschuss verbesserte sich im Jahresvergleich um 703 TEUR auf 20.198 TEUR.
Verwaltungsaufwendungen
Die Verwaltungsaufwendungen betrugen im Berichtsjahr 42.349 TEUR und erhöhten sich damit gegenüber dem Vorjahr um 3.427 TEUR. Die Personalaufwendungen stiegen auf Grund einer höheren Sonderzahlung aus der Betriebsvereinbarung über eine freiwillige Tantieme und leistungsorientierte Vergütung und jährlicher Gehaltssteigerungen. In den anderen Verwaltungsaufwendungen gab es eine Vielzahl von Veränderungen. Unter anderem erhöhte sich der Aufwand für Karten durch die turnusmäßige Hauptausstattung. Die Verwaltungsaufwendungen sind damit höher ausgefallen als geplant.
Betriebsergebnis vor Bewertung
Das Betriebsergebnis vor Bewertung lag bei 42.014 TEUR. Es erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 13.598 TEUR und liegt deutlich über dem geplanten Wert von 31.380 TEUR.
Risiken
Im Bewertungsergebnis sind per Saldo Belastungen aus dem Kreditgeschäft in Höhe von 2.924 TEUR, Belastungen aus den Eigenanlagen in Höhe von 4.906 TEUR und Zuführungen zu Vorsorgereserven in Höhe von 1.354 TEUR enthalten. Diese Werte liegen insgesamt über unseren Planwerten. Durch den verwendeten Bewertungsansatz des gemilderten Niederstwertprinzips beim Anlagevermögen in den bilanziellen Aktivpositionen 5 und 6 wurden Abschreibungen in Höhe von 4.673 TEUR vermieden.
Betriebsergebnis nach Bewertung
Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr um ca. 10.000 TEUR auf 32.830 TEUR gestiegen.
Eigenkapital
Die Eigenkapitalbasis der Bank wird durch die Einstellung von 18.360 TEUR in den Fonds für allgemeine Bankrisiken gestärkt. Der verbleibende Jahresüberschuss ermöglicht eine Dividendenausschüttung an die Mitglieder der Volksbank Dresden-Bautzen eG und die satzungsgemäße Zuweisung in die gesetzlichen und die anderen Rücklagen.
Dividende
In der Vertreterversammlung am 3. Juni 2026 wurde den Vertretern die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 4 % vorgeschlagen. Die Vertreter haben diesem Vorschlag und allen anderen Beschlüssen und Wahlhandlungen zugestimmt. Die Dividendenausschüttung in Höhe von 2.156.502,98 Euro fließt an die Mitglieder in unserer Region und trägt dem erfolgreichen Geschäftsjahr 2025 Rechnung.
Detaillierte Zahlen zu den einzelnen Positionen finden Sie in unserer Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung.